Emscherland-Akkordeon-Orchester
Herne e.V.
1953

1150 Euro Spenden gesammelt

Unsere Spendesammlung anläßlich des gemeinsamen Konzertes mit dem Akkordeonorchester Berlin (Ankündigung siehe weiter unten) hat einen Erlös von sehr erfreulichen 1150 Euro erbracht! Am 4. Juni 2022 hat die EAO-Vorsitzende Antje Tauber (Mitte) den kompletten Betrag an die Initiative Herner helfen Ukrainern, vertreten durch Laura Tausendfreund (2.v.l.), übergeben. Auch Melanie Jansen, die Pfarrerin der Kreuzkirche, (1.v.r.) hat an der Spendenübergabe teilgenommen, ferner zwei Frauen aus der Ukraine (1. und 4.v.l.), die sich in Herne aufgehalten haben.

 

 


 

Konzert

Drei Tage lang hat der Besuch des Akkordeonorchesters Berlin in Herne gedauert, und das Highlight war unser gemeinsames Konzert in der Kreuzkirche am Samstag. Insgesamt waren gut 160 Personen in der Kirche, davon 120 Zuhörer und 40 Musiker, und damit war die Kreuzkirche gut gefüllt, wenn auch nicht überfüllt. Wie auch immer: Mit dieser Besucherzahl waren wir angesichts der immer noch tückischen Infektionslage hochzufrieden. Zum Schutz für andere und für sich selbst haben alle, Konzertbesucher genauso wie Akkordeonisten, Masken getragen. Nur während sie gespielt haben, durften die Musiker die Masken ablegen.

Das AOB eröffnete das Konzert mit einem tollen Programm. Drei Tangos von Carlos Gardel, Astor Piazzolla und Heinz Ehme gehörten zum Vortragsrepertoire, außerdem von Georges Bizet die L'Arlésienne Suite II und als vielumjubeltes Schlusswerk das Krimi-Puzzle von Matthias Hennecke, der sogar als Besucher im Publikum saß. Carsten Jenß, selbst Akkordeonist im AOB, hat die einzelnen Werke kenntnisreich und mit einem Augenzwinkern vorgestellt. Das Publikum spendete dem Akkordeonorchester Berlin und seinem Dirigenten Detlef Quaas reichlich und hochverdienten Applaus.

Nach einer kurzen Umbaupause war es das Emscherland Akkordeonorchester, das das Programm fortgesetzt hat, zunächst mit einem komplexen Werk von Gennadi Tschernov, nämlich mit seiner Introduktion, Scherzo - Toccata. Mit Werken von Giovanni Rossini (Ouvertüre des Barbier von Sevilla) und Aram Chatschaturjan (Sinfonische Tänze) haben wir dann mehr auf eingängigere Musik gesetzt, und mit Mas que nada und dem Thema aus Mission Impossible ging es am Ende so richtig ab. Viel Applaus für das EAO und seinen Dirigenten Martin Dejnega.

Und zuletzt die Zugabe - Copacabana. Beide Orchester haben zusammen gespielt, 40 Musiker und vor allem: Musikerinnen unter der Leitung unseres Gastes Detlef Quaas! Begeisterung im Publikum, viel und herzlicher Beifall, alle waren zufrieden.

Hier das Programm zum Nachlesen

Einer darf nicht vergessen werden: Bürgermeister Kai Gera hat im Namen der Stadt Herne zu Beginn dieses schönen Nachmittags unsere Berliner Gäste herzlich begrüßt und das Engagement beider Orchester gewürdigt, die den kompletten Erlös der Spendensammlung am Ende des Konzertes der Initiative "Herner helfen Ukrainern" zur Verfügung stellen. Umso schöner, dass auch das Presbyterium der Kreuzkirche und die Pfarrerin Melanie Jansen auf eine Miete für die Nutzung des Kirchenraumes verzichtet haben. Wir sind dafür sehr dankbar.

 

 


 

Von der Spree an die Emscher: Das AOB in Herne

Am 26. Mai 2022 ist das Akkordeonorchester Berlin in Herne eingetroffen. Christi Himmelfahrt, natürlich ein Donnerstag und der Beginn eines langen Wochenendes, wenn man den Brückenfreitag dazuzählt. Anders hätte sich das gemeinsame Treffen kaum organisieren lassen. Sonst hätten die Berufstätigen unter den Berlinern ein paar Tage Urlaub nehmen müssen. Genauso haben auch die Emscherländer von einem Feiertag profitiert, als sie Ende Oktober 2021 zu ihrem gemeinsamen Konzert mit dem AOB nach Berlin gefahren sind. Damals hat Allerheiligen dabei geholfen, einen Urlaubstag zu sparen. Zumindest ist Allerheiligen ein Feiertag in NRW, in Berlin nicht. Hier kann man den Bericht über unseren Berlinbesuch noch nachlesen.

Hauptziel des Besuches der Akkordeonistinnen und Akkordeonisten des AOB war natürlich das Konzert am Samstag in der Kreuzkirche. Aber der Mensch lebt nicht vom Brot allein - und der Musiker nicht vom Applaus, zumal er dafür auch noch fleißig üben muss. Und so haben wir am Donnerstag erstmal Wiedersehen gefeiert, mit Spaziergang durch den Gysenbergpark und später im Probenraum mit Currywurst, Salat und Brot - und wohl auch manchem Bierchen.

Am Freitag haben wir den Berlinern das Ruhrgebiet gezeigt, oder sagen wir besser: einen winzig kleinen Ausschnitt daraus. Unser erstes Ziel war das Deutsche Bergbaumuseum in Bochum mit seinem Anschauungsbergwerk unter Tage und der unübertroffenen (zugegeben: simulierten) Fahrt mit dem Förderkorb auf die zehnte Sohle. Das ist mehr als beeindruckend, nicht nur für unsere Gäste aus Berlin, für die dieses Erlebnis völlig neu war, sondern immer auch für uns selbst. Dem Chronisten, der schon zigmal im Bergbaumuseum war, fährt immer noch ein leichter Schauer über den Rücken, wenn er sich unter den mächtigen Hydraulikstempeln in der Abbaustrecke entlang des Doppelwalzenschrämladers hindurchschlängelt. Da vergisst man leicht, dass das Zwei-Meter-fünfzig-Flöz nur Fake ist, es wirkt einfach zu echt.

Das zweite Highlight im vor etwa zwei Jahren neu gestalteten Bergbaumuseum ist das Fördergerüst, das schon 1973 von der Zeche Germania in Dortmund nach Bochum geschafft wurde. Wir wurden oben im Schatten der Seilscheiben mit einem super Ausblick belohnt, die Luft war völlig klar, die Sicht hervorragend. So viel Glück hat man selten!

Am Nachmittag haben wir uns aufgeteilt. Die eine Gruppe hat es nach Hattingen gezogen mit der Altstadt, die von zahlreichen Fachwerkhäusern geprägt ist, und mit der alten Stadtmauer, die die Industrialisierung zumindest in Teilen überlebt hat. Solche Bilder hat sich keinesfalls jeder Berliner im Ruhrgebiet vorstellen können - und wir Ruhrpott-Eingeborene dürfen froh sein, dass dieses wunderbare Stadtensemble nicht im Zuge übereifriger Sanierungen geschleift worden ist.

 

Die andere Gruppe interessierte sich auch nach dem DBM immer noch für den Bergbau und die Landschaftsveränderungen, die dadurch verursacht wurden. Und so sind wir zur Halde Hoheward nach Herten gefahren und entlang der Himmelstreppe bis auf eine Höhe von 153 Metern aufgestiegen. Dort haben wir eine Menge übers Horizontobservatorium erfahren und über die Beobachtungspunkte, die den Sonnenlauf am Himmel im Laufe eines Jahres charakterisieren und im Observatorium ablesbar sind, genau wie in Stonehenge oder den 4000 Jahre alten, zum Teil rekonstruierten Kultstätten zum Beispiel in Sachsen-Anhalt, wovon die Himmelsscheibe von Nebra zeugt. Ebenso haben wir uns genau den Sonnenuhrobelisken angeschaut - und natürlich den herrlichen Ausblick übers ganze Ruhrgebiet an diesem Tag mit perfektem Wetter genossen. Dann ging es noch an der Drachenbrücke vorbei und ein paar hundert Meter durchs Unterholz des Haldenbewuchses - fast Urwald. Nach zwei Stunden waren wir wieder in der Zivilisation, will sagen: in einem Café bei Getränken, Kuchen und Eis.

Ein wirklich schöner und ausnahmslos von allen genossener Tag, der seinen Abschluss bei einem gemeinsamen Abendessen in den Neuen Höfen in der Herner Innenstadt fand.

Fotos: Dirk Achenbach, Süleyman Melik, Manuela Dierks, Friedhelm Inkmann

 


 

Konzert in der Kreuzkirche am 28. Mai 2022

 

Ende Oktober 2021 hat das Emscherland-Akkordeon-Orchester gemeinsam mit dem Akkordeon-Orchester Berlin in der Gropiusstadt in Berlin musiziert. Die beiden Orchester verbindet eine langjährige Freundschaft, und umso mehr haben wir uns gefreut, vor einem halben Jahr beim Neustart der Amateurmusik nach 18 Monaten Pandemie gemeinsam auftreten zu dürfen. Bitte lesen Sie hier unseren ausführlichen Bericht.

Und nun findet der Gegenbesuch der Berliner in Herne statt. Wiederum werden wir gemeinsam musizieren. Kommen Sie am 28. Mai um 17 Uhr in die Kreuzkirche in Herne, der Eintritt ist frei, aber das Platzangebot beschränkt.

Wir bitten um eine Spende zugunsten der Opfer des Krieges in der Ukraine.

Den Erlös unserer Sammlung geben wir in voller Höhe an die Initiative "Herner helfen Ukrainern" des gemeinnützigen Herner Vereins Roots - aus Freude am LARP e.V. weiter.

Bitte beachten Sie: In der Kirche muss eine medizinische Maske getragen werden, auch während des Konzertes. Ein Abstandsgebot gilt nicht mehr.

 

Der Besuch des Ersten Orchesters in Berlin und das gemeinsame Konzert mit dem Akkordeon-Orchester Berlin wurden durch das Förderprogramm "NEUSTART AMATEURMUSIK" des Bundesmusikverbandes Chor & Orchester e.V. finanziell unterstützt.

 


 

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